Ayurveda

Die Eigendefinition des Ayurveda lautet wie folgt:

HITAHITAM SUKHAM DUKHAM AYUSTASYA HITAHITAM. MANAM CA TAT CA YATROKTAM AYURVEDAH SA UCYATE. (CA. SU. 1/41)

Gutes und schlechtes Leben; glückliches und unglückliches Leben; das, was dem Leben zu- bzw. abträglich ist; das Maß des Lebens und seiner Komponenten, und das Leben selbst. Wo all dies beschrieben wird, das nennt man Ayurveda. Das aus dem Sanskrit wörtlich übersetzte "Wissen vom Leben" ist eines der ältesten Medizinsysteme der Welt.

Im Kern der Lehre steht der Mensch, der als Einheit aus Körper, Geist und Seele betrachtet wird. Jeder Mensch kommt mit einer individuellen Konstitution, die sich aus den fünf Elementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde zusammensetzt, zur Welt. Diese Grundkonstitution bleibt über die Lebensspanne hinweg unverändert, wird aber durch verschiedene Lebensphasen geprägt.

Die Wirkprinzipien innerhalb eines Körpers werden mit der so genannten Dosha-Lehre beschrieben. Dabei betrachtet man die im Körper vorliegenden Milieubeschaffenheiten (trocken, sauer, schleimig, beweglich, usw.). Durch innere oder äußere Einflüsse, wie z.B. Ernährung, Schlafgewohnheiten, klimatische Reize, etc. erfährt das innere Milieu Veränderung. Diese Veränderungen zeichnen sich durch ein Übermaß oder ein Mangel (z.B. zu schleimig, zu trocken, zu wenig Hitze) aus. Werden die Veränderungen zu groß, kann der Körper dies über kurz oder lang nicht mehr kompensieren und es kommt zur Krankheit.

Die genaue Betrachtung eines Menschen, mit dessen Körperform, -struktur, und Funktion, Puls, Zunge, der Status der "Abfallprodukte" des Körpers, sowie die Beurteilung der mentalen Qualität dienen im Ayurveda zur Diagnostik.

In der Therapie wird immer ein Ausgleich des gestörten Milieus angestrebt. Zum Beispiel wird ein Übermaß an Trockenheit mit dem Zufügen von öligen Substanzen ausgeglichen. Hierfür steht eine breite Palette an einfachen Hilfsmitteln zur Verfügung, zu denen vor allem die richtige, auf die eigene Konstitution oder Erkrankung abgestimmte Ernährung und Lebensweise zählt.

Bei Bedarf wird die Therapie durch ein umfangreiches Repertoire an Behandlungstechniken wie Massagen und manuellen Anwendungen, dem Einsatz von pflanzlichen und mineralischen Präparaten, oder einem komplexen System an Ausleitungsverfahren zur Reinigung des Körpers, ergänzt.





    
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